Alter Schwede.... Ich kanns nicht recht glauben! Nur noch drei Wochen und meine Arbeitszeit ist schon wieder vorbei. Wie ist das denn passiert? Kann mir irgendwer sagen wo die Zeit geblieben ist? Wer hat sie geklaut und versteckt? Bitte wieder auspacken ich brauch noch ein bischen mehr davon!
Aber ich werd wohl kaum mehr bekommen... Schade eigentlich :( Auf der anderen Seite dann, kann ich mich wahnsinnig freuen, darauf nach hause zu kommen zu allen meinen Lieben und meinem Liebsten. Komisch ist das doch aber alles trotzdem! grade hatte ich noch 4 monate zeit und jetzt sinds nur noch 3 wochen + Reisemonat. Ich freu mich, aber ich habe auch Angst, denn ich muss mein zu Hause verlassen. Dies ist wirklich mein zu Hause geworden! Vor einem Jahr zu Hause wusste ich, dass ich sicher nach einem jahr wieder da sein werde. Hier ist alles anders. Wann werde ich wiederkommen, wie wird es dann hier sein? Ich kann mir die Fragen insofern beantworten, indem ich sagen kann, ich komme sobald ich Geld und Zeit habe wieder (also erstmal nen Job haben und dann semesterferien oder so) und es wird alles anders sein. Anders.... anders muss ja nicht schlecht sein, aber es wird dann ein Rockville sein ohne meine Freunde mit einem anderen Au Pair in MEINEM Zimmer. Allein die Vorstellung ist schon komisch, aber auf der anderen Seite freu ich mich auch wahnsinnig darauf. Denn es heißt ja auch, das ich ein ganz anderes Leben führe als zurzeit. Ich hoffentlich mittem im Studium stecke und mein Leben in die geordneten Bahnen bekommen die zu einem glücklichen, erfolgreichen, erfüllten,... Leben führen. Das zu wissen, bzw. noch ja nur zu hoffen, hat doch auch was. Also das spricht von Veränderung im guten sinne und vom erwachsenwerden. Ich mein ich glaube ich bin ganzschön erwachsen geworden in den letzten 11 Monaten. Habe so viele Erfahrungen sammeln können, die ich in der selben Zeit in Deutschland nicht mal annähernd hätte sammeln können. Und ich bin dankbar dafür. Ich bin sogar dankbar dafür, das ich am Anfang hier ein bischen durch die Hölle gehen musste, denn daran bin ich gewachsen, davon habe ich gelernt. Ich habe gelernt, dass ich nicht alles schaffen muss was ich anpacke, das es ok ist wenn was schiefgeht, das nicht alles mein Fehler ist und ich nicht für die fehler anderer gradestehen muss, sondern für mich selbst einstehen muss und nicht klein bei gebe. Ich weiß, das ich einiges schaffen kann, und das sogut wie alleine und auch in der großen weiten Welt alleine zurecht komme. Klar nicht ganz ihne Rückhalt irgendwo, aber im Grunde bin es doch ich ganz alleine die hier in den USA ist und das alles erlebt. Ich habe unendlich viel gelernt, über Menschen, über Mich, über Verhältnisse, das Vertrauen in mich selbst und zu anderen, über Beziehungen und über das Leben an sich. Natürlich möchte ich nicht ganz alleine in der Welt stehen und hier und da eine Hilfe ist immer gut, aber im Grunde bin ich doch "groß geworden". Ich glaube ich bin vorbereitet auf ein Leben als eigener Mensch (im sinne von, eigene entscheidungen ohne ständige Serviervorschläge etc.), auf ein Leben in einer eigenen Wohnung in einer anderen Stadt, auf ein Leben da draußen in der großen weiten Welt ohen ständiges Händchenhalten zu irgendwem und ein blindes leiten lassen. Nein, das will ich auch nicht mehr. Ich bin ich und ich werde mein Leben in die Hand nehmen so wie ich das gefühl habe es zu müssen...
Nun aber genug philosphiert, jetzt mal zu den Ereignissen der letzten Wochen:
What time is it?
Summertime!
It’s our vacation.
What time is it?
Party time!
That’s right, say it loud.
What time is it?
Time of our lives. Anticipation.
What time is it?
Summertime!
School’s out. Scream and shout.
Summertime!
It’s our vacation.
What time is it?
Party time!
That’s right, say it loud.
What time is it?
Time of our lives. Anticipation.
What time is it?
Summertime!
School’s out. Scream and shout.
Dieses Lied aus Highschool Musical beschreibts ziemlich gut. Die Sommerferien haben begonnen und damit auch wieder die 10 stunden Tage. Aber das macht mir garnichts. Zumindest noch nicht. Obwohl ich nicht glaube, das das noch passiert, denn ich habe nur noch 2 richtige Arbeitwochen vor mir und danach zum zweiten mal eine Woche beach. Von der ersten bin ich vorhin erst wiedergekommen. Das war ein Spaß sag ich euch. letzten Sonntag fuhren wir los, mit zwei vollgepackten Autos ab nach Rehoboth Beach, MD. Wir sind in diesem Fall, meine Family, Carola und ich. Carola kam mit weil, sie grade zufällig in der Woche frei hatte und von ihrer Hostfamily zurückgelassen wurde. Als Ann das erfuhr lud sie sie gleich ein mitzukommen. Das war ziemlich cool, denn so hatte ich jemanden mit dem ich meine Freizeit verbringen konnte. Und davon hatte ich nicht zu wenig! Ich habe jeden Tag gearbeitet, aber arbeit sah so aus: Kids eincremen und ab zum Strand, da dann ein bissel rumbraten, sandburgen bauen, über Wellen hüpfen, in die Wellen hüpfen, löcher nach Wasser graben usw. keine große anstrengung! Und am NAchmittag war das meist auch schon wieder vorbei, denn nach dem Lunch wollten die kinder immer nicht mehr zum Strand und ich hatte Freizeit. Einen Tag waren Carola und ich in einem Outletcenter, dort habe ich ein paar schöne Schnäppchen gemacht, aber nichts großartiges, denn ich habe eigentlich beschlossen nichts mehr zu kaufen, denn ich habe ja jetzt schon ein Problem, all mein Zeug wieder mit nach Hause zu bekommen. Also lief es auf ein kleid, ein paar shorts und ein paar schuhe hinaus. Das war ausreichend.
An den anderen Tagen trieben wir uns immer in Rehoboth an der Promenade rum, ob mit meiner fam oder ohne. Den einen Tag machten wir uns zufuß dorthin auf, das war ein total schöner Strandspaziergang. Das war übrigens auch der Tag des Deutschlandspieles, wenn ihr das an Hand des Fotos nicht schon erraten habt. Meine Hostmom hatte mir den Tag vorher dieses Shirt mitgebracht von einen shoppingtrip. Ich finds mörder cool! Das spiel habe ich vrom Fernseher verfolgt wärend die anderen Lunch aßen. An dem Tag waren auch uncle Marc und auntie Heather zu besuch gekommen, was mein Glück war, denn so war ein weiterer Fußballfan im Haus. Mit Marc zusammen jubelte ich dann für Deutschland. Der rest des Hauses hatte sich irgendwie auf die Seite der Gahnaer (heißen die so?) gestellt. Aber was solls, wir behielten ja recht :-PNaja, aber insgesamt war das alles ein lazy, lazy, super lazy Au Pair leben ;)

Strandspaß mit Claire
Strandkreativität mit Pretzels... Wer kann seinen Namen aus Salzstangen Bretzeln beißen^^
Benny mit den Kids vor dem ungewöhnlichsten Himmel den ich je gesehen habe! Diese krasse Line, von Sonnenuntergang zu Dunkel ist einfach beeindruckend gewesen!
Unser Running Gag nachdem Carola, die Kids und ich dieses Schild auf dem Nachhauseweg vom Dinner fanden...
Spuren im Sand....
Carola kann auch springen ;)
Fast schon ein richtiger Lifeguard.
lecker Ice-cream!
Dieser "Urlaub" rockt!!!
Heialarm? Ach was das ist doch nur Stingy :D
Und zu guter Letzt noch Claires Gemälde. Ein Portrait von mir... Naja entspricht ja fast der Realität^^
So, ich glaube, das war erstmal wieder alles! Mir fällt grad nicht wirklich mehr viel ein, außer das ich mit den Kids vor dem Urlaub so gut wie jeden Tag a Pool war.
Da das Wetter hier auch so grandios ist zahlt sich das richtig aus. Wir haben hier täglich sonnenschein und um die 30°, immermal wieder ein Gewitter welches alles etwas abkühlen lässt, aber trotzdem bleibt es "sommerlich".


