und schwubs sitze ich auf einem anderen Bett in einem anderen Zimmer, in einem anderen Haus, bei einer anderen Familie, in einem anderen Staat…
Aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gut sich das anfühlt! Gleich nachdem ich gestern mit allen zusammen war fühlte ich mich als würde ich richtig dazugehören und die alle schon voll lange kennen.
Aber mal von vorne. Gestern Abend also brachte mich Maria zum Flughafen. Am Abend vorher hatte ich mich von allen meinen Lieben in Connecticut verabschiedet und ein paar Tränchen verdrücken müssen.
Ich war also am Flughafen und wollte einchecken und mein Gepäck aufgeben. Stelle also meine Koffer auf die Waagen und wie sollte es anders sein, der eine war 11pounds zu schwer und der andere 9 zu leicht. na toll, also umpacken. Ich also mitten aufm Flughafen umgepackt. den leichteren Koffer vollgemacht und mit Hilfe eines Flughafenmitarbeiters geschlossen. Dann den anderen Koffer… Hmmm… wie krieg ich den jetzt bloß leichter, mein Handgepäck war auch proppe voll. Da kam Maria auf eine Idee. Ich hatte eine Reisetasche in meinem koffer, warum nicht die zum Handgepäck machen. die hat eindeutig mehr platz als mein Rucksack. Also den Rucksack darein entleert und noch einiges aus dem Koffer in die Reisetasche. Und den zweiten koffer wieder geschlossen und ab auf die Waage. Ne runde gezittert, dass die Wage das gleiche sagt, wie die Waage an der ich ausprobiert hatte obs jetzt passt. Glück gehabt, alles paletti. Das Gepäck konnte nun aufgegeben werden. Ich mich also von Maria verabschiedet. Dann ab zum Gate. Ne runde rumgesessen bis dann Boarding war. also ins Flugzeug, meine Tasche verstaut, was nicht ganz so einfach war, aber mit Hilfe der nur männlichen und eindeutlich schwulen Reisebegleitern fand ich dann noch nen Platz für die Tasche. Hingesetzt und angeschnallt und ab in die Wolken! Der Flug ging eigentlich voll schnell um, ich mein waren ja auch nur eineinhalb Stunden. Dann also in Washington gelandet. Raus ausm Flugzeug ab zum Gepäckband und aufm Weg meine neue Familie angerufen, dass ich gelandet bin. Wir haben uns dann beim Gepäckband verabredet. Ich hatte nun also meine Koffer und wartete. Und nach kurzer Zeit kam Ann mit den beiden Kids auf mich zu. Total niedlich die beiden. Claire hatte mir zur Begrüßung ein Bild gemalt. Die beiden waren dann ganz groß und haben jeder einen Koffer genommen. Wir also alle raus und auf Benny gewartet der ein paar Runden ums Gebäude gefahren ist, damit er nicht parken musste. Danach sind wir dann zusammen was essen gegangen und eine der ersten Sachen die Benny so zu mir sagte, war, dass er gas Gefühl hat das wir ziemlich gut zusammen passen und ich mich nicht in die schlechten Erfahrungen einreihen werde. Das Gefühl habe ich auch! Ich fühle mich hier schon sowas von zu hause, dabei bin ich noch nicht mal 24 Stunden hier. Naja, dann wars auch schon 11pm als wir nach Hause kamen. Ich habe also nicht mehr groß was gemacht, ich hab noch ne Hausführung bekommen und dann sind alle ins Bett.
Heute Morgen bin ich gegen 9 vollkommen erholt aufgewacht. Bin dann duschen gegangen und habe gefrühstückt (mein Gott wie spannend). Dann bin ich mit Ann und Daniel zu Daniels Ballettschule gefahren, denn Daniel hatte heut ne Stunde. Also habe ich den Weg jetzt auch schonmal gesehen. Während Daniel also Ballett tanzte sind Ann und ich zu Panerabread und haben nen Kaffe getrunken, dabei hat sie mir dann so Hausregeln, meinen Schedule etc. gegeben und erklärt. Im Grunde ist es ein Konzept was ich nur unterstütze hier. Die Regeln sind Regeln die für mich selbstverständlich sind im Umgang mit einander. Naja, dann haben wir Daniel wieder abgeholt und sind nach Hause. Dann wurde ich gefragt ob ich mitkommen wolle zu einer Freundin der Familie, sie hatte zum Brunch geladen und Anns Geschwister sollten auch da sein. Na, da sag ich doch nicht nein! Wir sind also zu ihr gefahren, sie ist eine ziemlich alte Frau, so an die 90 Jahre alt. Wohnt in einem riiiiiiiieeeesen Haus und kocht wahhhnsinnig gut! Sie war irgendwie auch niedlich, erinnerte mich immer an Omi Traudel. Naja, außer uns war noch Anns Bruder dort. Der ist echt cool! nach dem Essen später saßen wir aufm Sofa, claire neben mir und sie rutschte immer näher ran, bis ich sie irgendwann im Arm hatte. Voll niedlich! Als wir heim kamen standen vor der Tür zwei große Kartons für mich, die ich mir selbst geschickt hatte mit all meinem stuff der nicht in die Koffer gepasst hatte.
Eben habe ich also meinen Kram ausgepackt und Claire hat mir dabei geholfen meine Schuhe ins Schuhregal zu packen und war ganz gespannt was sich so in den Paketen versteckt.
Nunja, jetzt sitz ich hier auf meinem Bett, meine Koffer sind ausgepackt und ich fühle mich angekommen. Es fühlt sich so richtig an! Benny meinte auch schon, er hätte das Gefühl, dass ich das eigentlich au pair bin, was hierher kommen sollte. Und jetzt haben wirs geschafft zusammenzufinden. Und ich kann nur sagen, ja genauso fühlt es sich an!
Ich mein, ich kann nicht wirklich in die Zukunft gucken, aber ich kann vermuten, dass ich hier wunderbare 9 Monate verleben werde!